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Biographie

Dirigent, Komponist und Pianist Gregor A. Mayrhofer ist derzeit Assistent bei den Berliner Philharmonikern und der erste Stipendiat des Sir Simon Rattle Stipendium der Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker. Er ist Absolvent der Juilliard School, wo er Dirigieren bei Alan Gilbert studierte.

Höhepunkte der Saison 2019/2020 sind Konzerte mit dem Münchener Kammerorchester, dem SWR Symphonieorchester, dem Belgrade Philharmonic Orchestra, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und dem Hong Kong New Music Ensemble. Des Weiteren wird er Simon Rattle bei der Produktion von Wozzeck in Aix-en-Provence assistieren und in einem Projekt des interkulturellen Orchesters Bridges dirigieren, sowie Aufführungen mit den Ensembles Proton und Oktopus realisieren. Seine eigene Komposition Insect Concerto führt er mit dem Orchester der RSH Düsseldorf auf.

Gregor Mayrhofer assistierte in dieser Saison Kirill Petrenko in der Produktion Suor Angelica mit der Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker, Teodor Currentzis bei der Europatournee des SWR Symphonieorchesters mit Mahlers 9. Symphonie, Michael Boder an der Wiener Staatsoper bei der Produktion und Wiederaufnahme von Trojahns Orest, sowie Matthias Pintscher bei den Proben zur Uraufführung von Beat Furrers Violetter Schnee an der Staatsoper Berlin. Außerdem war er 2015–2017 Assistant Conductor des Ensemble Intercontemporain, mit dem er 2016 sein Debüt in der Philharmonie de Paris gab und kurzfristig für Pablo Heras-Casado einsprang. Im Jahr darauf dirigierte er das Ensemble in einem Konzert in der Kölner Philharmonie, unter anderem mit einer eigenen Uraufführung.

Mayrhofer hat unter anderem das Orchester der Bayerischen Staatsoper, das SWR Sinfonieorchester, Lucerne Festival Academy Orchestra, Münchner Kammerorchester, die Münchner Symphoniker, Slovenian Philharmonic und Belgrade Philharmonic dirigiert. Enge Verbindungen hat Mayrhofer zum Ensemble Ascolta, Ensemble Intercontemporain, Ensemble Modern Akademie, Ensemble Nostri Temporis Kiev, Hong Kong New Music Ensemble und zum Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker. Mayrhofer hat mit Solisten wie Patricia Kopatchinskaja, Georg Nigl und Daniil Trifonov gearbeitet.

Kompositionsaufträge erhielt er von der Bayerischen Staatsoper München, dem Bayerischen Rundfunk, der Deutschen Oper Berlin, dem Ensemble Intercontemporain, der Münchener Biennale, der Staatsoper Hannover, dem Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker und den Tiroler Festspielen Erl. Im Jahr 2017 dirigierte Mayrhofer Uraufführungen seines Auftrag für das Ensemble Intercontemporain in den Philharmonien von Paris und Köln. In den letzten Jahren wurden Mayrhofers Kinderoper Die Drei Spinnerinnen und das Insect Concerto für die Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker (2018), sowie das zeitgenössische Programm Lageder Oktett mit dem Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker uraufgeführt (2017).

Als Pianist tritt er regelmäßig mit seinem Bruder Raphael im Rahmen des Duos Imbrothersation in Jazzkonzerten auf. Das Duo erhielt 2009/10 den Tassilo Kultur Preis der Süddeutschen Zeitung.

Gregor A. Mayrhofer wurde 1987 in München geboren. Er studierte Komposition an der Hochschule für Musik und Theater München (bei Jan Müller-Wieland), dem Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris (bei Frédéric Durieux) und an der Robert- Schumann- Hochschule Düsseldorf (Komposition bei Manfred Trojahn und Dirigieren bei Rüdiger Bohn). Neben seinem Dirigier-Studium bei Alan Gilbert an der Juilliard School in New York erhielt Mayrhofer auch wichtige künstlerische Impulse von Peter Eötvös, Bernard Haitink, Fabio Luisi und James Ross. Er arbeitete mit Bernard Haitink, Fabio Luisi sowie Johannes Schläfli und assistierte Teodor Currentzis, François-Xavier Roth, Peter Eötvös, Iván Fischer, Daniel Harding, Susanna Mälkki, Marc Minkowski, Paavo Järvi, Gustavo Dudamel, Sir George Benjamin, Andris Nelsons, Andrés Orozco-Estrada, Matthias Pintscher und Sir Simon Rattle.

Gregor A. Mayrhofer wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien, u.a. dem Bayerischen Kunstförderpreis, dem Bruno Walter Memorial Scholarship und dem Charles Schiff Conducting Award ausgezeichnet.