Doch heimlich dürsten wir

16:00 min.

UA: 25.06.2015 Tonhalle Düsseldorf, Orchester der RSH Düsseldorf, Dir: Gregor A. Mayrhofer

3 Fl. (2.+3. auch. Picc) / 2 Ob / EH / 3 Cl in A(2. auch. Eb, 3. auch BCl) 3 Fg. (3. auch. Kfg)
4 Hn, 3 Tp, 2 Pos, BPos, Tb
Pk, 2 Perc (BDr, Glcksp, TamTam, Bck)
2 Hrf
Str (12/10/8/6/4)

Hermann Hesse: (aus “Das Glasperlenspiel)
Doch heimlich dürsten wir…

Anmutig, geistig, arabeskenzart
Scheint unser Leben sich wie das von Feen
In sanften Tänzen um das Nichts zu drehen,
Dem wir geopfert Sein und Gegenwart.

Schönheit der Träume, holde Spielerei,
So hingehaucht, so reinlich abgestimmt,
Tief unter deiner heitern Fläche glimmt
Sehnsucht nach Nacht, nach Blut, nach Barbarei.

Im Leeren dreht sich, ohne Zwang und Not,
Frei unser Leben, stets zum Spiel bereit,
Doch heimlich dürsten wir nach Wirklichkeit,
Nach Zeugung und Geburt, nach Leid und Tod.